#1 Wir sind Freaks
Shownotes
„Wir sind Freaks“, sagt Annika selbst über sich und ihren Mann Christian. Und vielleicht braucht es genau dieses bisschen Freakigkeit, um Ibérico-Schweine ins Münsterland zu holen. Vor allem aber braucht es Mut, Leidenschaft und das Vertrauen in die eigene Idee. In unserer Podcastfolge Hey! Kreis Warendorf – Next Generation erzählt Annika, wie ihr Mann und sie Ibérico Westfalia aufgebaut und aus einem hochwertigen Produkt ein echtes Erlebnis gemacht haben – mit viel Liebe zum Produkt und einem klaren Anspruch an Qualität. Denn längst geht es bei Ibérico Westfalia um mehr als um gutes Fleisch. Der Hof ist ein Ort für Genuss und Begegnung geworden: mit Hoflädchen, Freiluftküche, Eventgastronomie, Genussevents, Grillseminaren und exklusiven Gruppenangeboten. Wir sprechen über Mut, Veränderung, Landwirtschaft und Unternehmertum – und darüber wie aus einer vielleicht etwas verrückten Idee und sauguter Qualität ein Geschäftsmodell entstanden ist.
Gastgeberin: Kerstin Pelster
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Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:11: In dieser Podcast-Folge erhaltet ihr Einblicke in die Philosophie der Next Generation, in die Landwirtschaft und das besondere Fleisch des Iberikoschmeins.
00:00:23: Mit sauguter Qualität begeistert Annika Gäste und Sterne köche Und mit Leidenschaft
00:00:29: und Mut
00:00:30: hat sie aus Genuss ein erfolgreiches Geschäftsmodell in Alberskirchen kreiert.
00:00:35: Einfach wirklich wie so fremde Dritte, die dann miteinander ein Unternehmen gründen haben wir gesagt, wir setzen uns hin und malen dieses große ganze Mal auf ob wir überhaupt in die richtige Richtung gehen oder in die gemeinsame Richtung gehen und ob wir das gemeinsam wollen.
00:00:49: Da haben wir uns Zeit für genommen sind auch an einen anderen Ort dafür gefahren um uns das wirklich mal aufzumalen Und unabhängig voneinander haben wir ein ziemlich ähnliches Bild gemalt.
00:00:59: Ein sehr guter Startpunkt und also wenn ich jetzt so zurückblicke auf die letzten fünf Jahre, haben wir schon wahnsinnig umgesetzt.
00:01:06: Um keine Folge zu verpassen abonniert den Podcast am besten sofort und liked uns!
00:01:11: Und nun
00:01:12: viel Spaß mit Annika und Kerstin!
00:01:21: Manchmal entstehen die überraschendsten Geschichten da wo man sie vielleicht am wenigsten erwartet und an genauso einen Ort nehmen wir euch in dieser Podcast-Episode mit Hallo zusammen, ich bin Kerstin und freue mich euch durch diese Episode begleiten zu dürfen.
00:01:37: In Iwas Winkel genauer gesagt in Alwaz-Kirchen da lebt Annika Arlas Finke gemeinsam mit ihrer kleinen Familie und über vierhundert Ibireko Schweinen oder muss ich sagen ihr seid eigentlich eine Großfamilie Annika?
00:01:50: gehören die Schweine zur Familie mit dazu?
00:01:52: soweit würde ich nicht gehen.
00:01:55: ok du wohnst hier auf dem Hof mit deinem Mann.
00:01:59: Genau, das ist der Ursprungsbetrieb aus der Familie von meinem Mann.
00:02:03: Also der Hof Finke und ich wohne hier gemeinsam mit ihm und betreibe den Betrieb genau.
00:02:08: Vor fünf
00:02:09: Jahren bist du hier im Betrieb mit eingestiegen voll in die Landwirtschaft und hast gemeinsam mit deinem Mann dem Bereich des Events hier aufgebaut?
00:02:17: Das ist jetzt so dein Bereich während sich deinen Mann Christian weiter um die Landwirtschaft kümmert!
00:02:22: Bevor wir da gleich ausführlich darüber sprechen würde ich aber ganz gerne von dir wissen wollen also Wie bitte seid ihr denn auf die Idee gekommen, die verrückte Idee gekommen Iberico Schweine ins Münsterland zu holen?
00:02:32: Ich meine das Klima ist hier ja doch ein bisschen anderes als auf der iberischen Haldinsel gerade in Andalusien Extremadura wo man den Schinken hinverordert.
00:02:42: Ja, das ist eine sehr gute Frage die auch immer wieder gestellt wird.
00:02:45: Vielen Dank dafür!
00:02:46: Ich gebe sie auch immer direkt an meinen Mann weiter denn der ist nämlich auf diese verrückte Idee gekommen und hat mit der Übernahme des landwirtschaftlichen Betriebes sich die frage gestellt wie führt man einen landwirtschaftlichem betrieb in die nächste generation erfolgreich baut diesen aus?
00:03:01: Und da war relativ schnell die antwort dass es dem Landwirtschaft gibt es nicht mehr her wachse oder weicher als antwort zu nehmen sondern das muss eine neue idee her.
00:03:11: eine neue Idee kam dann vom Teller ausgedacht, weil Essen tut er ganz gerne.
00:03:15: Ich auch!
00:03:16: Und dann war quasi vom Telleraus gedacht.
00:03:18: die Idee okay was macht den Unterschied?
00:03:20: Was am Ende auf dem Teller macht den unterschied?
00:03:23: das zum einen Qualität, dass es zum anderen Geschmack und das ist zum dritten Aussehen.
00:03:29: Wenn man jetzt nur vom Schweinefleisch aus denkt, für ihn die Antwort das Iberico.
00:03:33: Und so ist er quasi dann auf die Suche zu den Iberikoschwein gegangen.
00:03:37: Und dafür ist ja noch extra nach Spanien, weißt du?
00:03:40: Wie war die Geschichte?
00:03:42: Also selbst ich krieg die manchmal nicht ganz wahr erzählt.
00:03:45: Habe ich das Gefühl?
00:03:46: Und auf unseren Präsentationen gibt es verschiedene Wege, am schönsten ist die bildliche Vorstellung von einem Sperma-Pötchen was im Flugzeug von Spanien nach Deutschland fliegt.
00:03:55: Das lasse ich jetzt mal so stehen!
00:03:57: Okay
00:03:57: ja wir wollen nicht da weiter ins Detail gehen... Was haben denn Freunde und Nachbarn damals eigentlich gesagt als sie mit der verrückten Idee um die Ecke
00:04:04: kamen?!
00:04:06: Aus seinen Erzählungen und auch aus den Erfahrungen, die ich jetzt die letzten fünf Jahre hier auf dem Betrieb gemacht habe.
00:04:11: Es ist ja immer so dass ein Dorf nicht immer unbedingt wohlgesonnen ist sondern das es da auch erstmal viele Skeptiker und Neider gibt.
00:04:19: und deswegen is unser Kreis derjenigen die hier Kunden und Gäste sind sehr weit aber oft nicht im eigenen Dorf.
00:04:26: und so war natürlich auch die Resonanz im ersten Moment auf seine Idee und die Familie auch... Da sagt man ja oft Da darf bestimmt eine Skepsis sein.
00:04:37: Die war ziemlich euphorisch dabei und hat die Entwicklung mitgemacht von Anfangs fünf Iberico-Schwein auf jetzt mittlerweile über vierhundert.
00:04:46: Du sagst, die Kunden kommen eigentlich eher von weiter her?
00:04:50: Das sind gar nicht unbedingt die Albers Kirchner.
00:04:52: Wie kriegen wir die denn eigentlich hierher?
00:04:55: Ja, die Frage haben wir uns am Anfang auch gestellt und dann haben wir irgendwann gedacht, okay, wir müssen hier niemanden überzeugen.
00:05:00: Mittlerweile kommen sie von ganz alleine da wir so wie es den dritten Donnerstag After Work haben das natürlich auch ein schönes Angebot ist für das Dorf.
00:05:08: aber von weiter her kommen Sie wirklich.
00:05:10: also die letzten Gäste beim Grill Seminar Kamos Oberbayern.
00:05:14: Also soweit geht es dann.
00:05:16: Schweizer Österreicher Gästen auch viele.
00:05:20: Ja, wie gesagt zum dritten Donnerstag After Work kommen jetzt auch mittlerweile die Albesky.
00:05:24: Also mit der Zeit kriegt ihr sie alle das Dorf den Kreis Warndorf aber eben wie du sagst auch über die Grenzen hinaus.
00:05:31: neulich habe ich gehört hattet ihr nämlich sogar Besuch aus Australien.
00:05:35: ist das korrekt?
00:05:37: Genau, also auch selbst von dort aus kommen sie hierher.
00:05:40: Eine ehemalige WG-Mitbewohnerin hat tatsächlich nach Australien geheiratet und die haben jetzt das zweite Mal in Deutschland geheirattet.
00:05:47: Und die australische Family sind Farmer in Australien und wollten deutschen Betrieb kennenlernen und haben dann dreinechte unseren Betrieb kennengelernt und da haben wir so einen australisch-deutschen Austausch gehabt.
00:05:59: Das war
00:06:00: ...
00:06:00: Ganz beeindruckend, weil einfach richtig schön und unser Ziel war damals.
00:06:06: Als wir gesagt haben wir machen das hier gemeinsam und wir machen es hier gemeinsam groß da haben wir gesagt dann wird ein bisschen was auf der Strecke bleiben und dass ist das Reisen Und wenn wir im Moment nicht in der Welt unterwegs sein können Dann holen wie die Welt zu uns und das klappt einfach.
00:06:21: also Das ist so cool.
00:06:23: Wir haben es eben eingangs schon gesagt, Annika.
00:06:26: Dein Bereich das sind Events hier.
00:06:28: vielleicht kannst du uns ein bisschen mal aufdröseln.
00:06:31: was kann ich denn auf dem Hof eigentlich alles erleben?
00:06:35: Ja, gerne.
00:06:36: Ein Podcast sollte man ja in Bildsprache sprechen und wenn ihr euch das so vorstellt dann sollte das im Endeffekt ein Ort sein, in dem man den Alltag ausschalten kann und das haben wir hier geschaffen.
00:06:47: also man kommt quasi nicht einfach auf einen Bauernhof sondern auf unseren Eventhof der im Endefekt die gesamte Geschichte erzählt und dass auch ehrlich also einen ehrlichen Kreislauf hier erzählt und erlebbar macht.
00:07:00: vom Iberico Schwein was draußen bei uns gehalten wird Außenhaltung der Eberikoschweine auf fünf Hektar eingezollter Fläche, die mit Stallzugang ist und dann verarbeiten wir die Ebericos quasi weiter.
00:07:15: Dann zum Lebensmittel also zum Fleisch reifen den Schinken selber machen das hier alles ganz transparent.
00:07:21: Das heißt man kann in die Schinkenreifung gucken.
00:07:23: Man kann auch ins Saunfenster gucken.
00:07:25: Das haben wir hier auch d.h.
00:07:26: Die Abferkelung oder dann die Ferkel- und die Sauen kann man hier beobachten bevor sie dann wieder rauskommen auf die Weide.
00:07:33: Und am Ende kommt das natürlich auf den Teller, denn so ist es ja auch angefangen.
00:07:39: Da haben wir eine tolle Freiluftküche draußen in der wir dann über Grill-Events, Grill und Dinnerabende oder den After Work unser Iberico bis ab dem Teller bringen wir die Geschichte zu Ende erzählen, wie wir das immer wieder gerne machen und dass man hier erleben kann genau.
00:07:55: Dann kocht ihr für die Gäste oder die Kochen selbst?
00:07:59: Nee, wir kochen für die Gäste.
00:08:01: Aber wir bieten auch immer wieder an unsere Grillzange abzugeben und den Gast kochen zu lassen.
00:08:07: Das hat der ein oder andere schon sehr erfolgreich gemacht!
00:08:09: Und was muss man gerade bei Iberico beachten vielleicht?
00:08:15: Also wir kennen ja alle das iberico Fleisch aus Spanien wie du schon Eingangs auch erwähnt hast und das ist im Endeffekt ja auch schon ein besonderes... Schweinefleisch, also wir sagen ja so ein bisschen immer das Wagyu unter den Schweinen quasi.
00:08:28: Wir haben also ein sehr hochwertiges Stück Fleisch, wir haben intramuskuläres Fett und wir haben ein lange gehaltenes Schwein.
00:08:38: bei uns bleiben die zwei Jahre werden über fast zweihundert Kilo schwer.
00:08:43: Das ist deutlich länger wie das normale Hausschwein und das Schweine-Fleisch was wir kennen Und somit haben wir am Ende natürlich eine höherwertige Qualität und auch einen höheren Preis.
00:08:52: Wir wollen den Spaniern nicht nachmachen, sind aber in der Qualität schon sehr nah dran.
00:08:58: Was braucht es um diese gute Qualität zu erzeugen?
00:09:01: Also wo fängt das an?
00:09:03: Wo hört das auf?
00:09:04: Zeit!
00:09:05: Es braucht Zeit.
00:09:06: Also es braucht ganz viel Zeit, das ist so ein bisschen auch unser Credo.
00:09:11: Unsere Lebensmittel brauchen einfach die Zeit und Zeit ist am Ende auch Geld und es braucht natürlich nur Hau für Sorge-und Infrastrukturen.
00:09:20: Die war hier immer gegeben für das Tierschwein und somit war dann auch nah gelegen dass es einen Schwein werden muss, wie es hier weitergeht.
00:09:29: Und das ist ja das Eberiko geworden und es braucht einfach eine andere Art von Fütterung.
00:09:33: Das haben wir herausgefunden.
00:09:35: Es braucht die Bewegungen und genau am Ende braucht doch das Fleischzeit.
00:09:40: also es braucht ne Reife Zeit es braucht eine Zubereitungszeit Also braucht alles einfach Zeit.
00:09:45: der Pfutteranbau braucht Zeit
00:09:47: Und die Menschen können auch Zeit mitbringen, wenn sie hier bei euch auf den Hof kommen.
00:09:51: Du sagst es?
00:09:52: Die sollen so ein bisschen den Alltag vergessen und ich glaube ihr bietet auch was mit Camping an oder?
00:09:58: Genau wir sind Teil von Landvergnügen.
00:10:00: das ist ja so eine Bewegung, die seit paar Jahren gibt aus Frankreich herkommt dann auch in Deutschland.
00:10:07: Das ist im Endeffekt einen Tag oder eine Nacht Camping bei uns gegen den Einkauf im Hofladen.
00:10:13: So ist quasi der Deal!
00:10:16: wir machen das jetzt seit über vier Jahren, ich glaube sogar schon fünf und haben so rund Vierhundert Camper im Jahr.
00:10:24: Und die kommen woher?
00:10:25: Von überall her, also wir haben auch viele Niederländer dabei.
00:10:29: Franzosen, Schweizer, Österreicher und ganz viele natürlich aus Deutschland sogar auch von Warndorf und Münster.
00:10:35: Also gar nicht so weit her sondern die sagen dann einfach wenn wir mal den Blick ins Grüne wollen oder wir finden es bei euch so schön dass wir da hinten auf dem Acker kämpfen dürfen Dann machen wir das auch total gerne mal einfach für eine Nacht am Wochenende.
00:10:48: Und genau, also die kommt von überall her!
00:10:53: Die Nachfrage danach wächst?
00:10:55: Ja, also wir haben ja eine Begrenzung auf drei Stellplätze pro Nacht.
00:10:59: Das heißt also ab und zu ist dann auch einfach das ausgebucht und dann werden wir oft angerufen und haben den Wunsch nach Erweiterung.
00:11:07: Genau!
00:11:08: Und da denkt ihr auch über Erweitungen?
00:11:11: Wir denken drüber nach... Also es ist schon so ein Traum dass wir das hier noch weiterdenken dürfen in Kreislauf sodass vielleicht auch irgendwann die Gäste hier einen Tag oder ein Abend erleben, vielleicht auch noch länger bleiben können.
00:11:24: Bevor wir gleich noch so'n bisschen weiter in die Zukunft schauen was ihr alles vor habt wo's hingehen soll muss ich aber nochmal an die Anfänge zurück.
00:11:33: du bist ja selbst nicht auf einem Hof groß geworden.
00:11:37: völlig fremdest dir die Landwirtschaft aber auch nicht denn deine Großeltern hatten ja einen Hof.
00:11:43: Insofern gab es schon seit deiner Kindheit Berührungspunkte.
00:11:49: Hättest du dir denn geträumt, dass du tatsächlich irgendwann mal auf einem Hof landest und vielleicht auch so eine Eventgeschichte wie ihr sie jetzt hier aufgebaut habt schreibst?
00:12:00: Die Frage ist ja immer was war vorher.
00:12:04: Also bis zu meinem achtzenden Lebensjahr hätte ich es mir null vorstellen können.
00:12:07: da war ich auch glaube ich ziemlich weit weg so ne puppertäre Phase die mich auf jeden Fall niemals auf den Bauernhof gebracht hätte.
00:12:13: Und dann bin ich tatsächlich einmal über ein Teich nach Amerika und habe in Arizona Jungpferd ausgebildet.
00:12:21: Der hat mich sehr nah an den Ursprungen die Landwirtschaft gebracht, weil so bescheuert das klingt.
00:12:25: Aber da kam mir zum ersten Mal irgendwie die Bedeutung von wo kommen unsere Lebensmittel eigentlich her?
00:12:30: und okay es wächst nicht alles im Supermarkt?
00:12:33: Und diese Erkenntnis auch mit dem Hintergrund meiner Großeltern kam dann eben irgendwie in Amerika und hat mich dann doch ich losgelassen und ich habe gedacht ok und ich liebe es einfach auch zu wissen woher kommt das Essen was wir essen?
00:12:46: und am besten natürlich ist noch selbst zu produzieren
00:12:49: und zu genießen.
00:12:51: Was bedeutet für dich Genuss?
00:12:54: Also, Genuss ist für mich so der Ursprung von allem eigentlich.
00:12:59: also ich sage auch immer... Ohne dass ich das genießen kann, will ich es eigentlich gar nicht essen.
00:13:05: Weil dann ist das für mich nur so verlorene Zeit und verlorener Charme an den Lebensmitteln irgendwie.
00:13:12: Deswegen legen wir ganz viel Wert auf die Zubereitung, auf dann auch das Nacher-Servieren am Tisch.
00:13:17: Da steckt ganz viel Gedankengut hinterm, weil ich immer davon ausgehe wie ich das gerne haben möchte.
00:13:25: So möchte ich das auch gerne weitergeben.
00:13:26: Und da fängt's mit Genuss an und hört's mit genuss auf!
00:13:31: Müsst ihr ganz ehrlich sagen, ich genieße es gerade total hier mit dir zu plaudern.
00:13:35: Einfach auch in dieser Atmosphäre für mich einfach total wohl und ich bin mir sicher dass grade du hier auch nochmal ein ganz neuen Spirit auf den Hof gebracht hast.
00:13:45: kann das sein?
00:13:45: Also daher die Frage an dich Wie hat sich der Hof Hinke seit der Gründung von Iberico Westfalia und speziell ja auch mit dir als Grunderin verändert?
00:13:58: Die Frage würde ich gerne an meinen Mann weitergeben.
00:14:01: Christian!
00:14:03: Genau, also... Ich glaube das was ich mit reingebracht habe ist ja die Teamergänzung zu Christian zu werden Und mein unternehmerischen Spirit und meine Gastgeberqualität.
00:14:15: Also wir haben im Endeffekt Als ich hier hingekommen bin, bin ich ja erst mal als neue Partnerin von Christian hier eingezogen und wollte ja eigentlich gar nicht so direkt mit ihm zusammenarbeiten.
00:14:27: Sondern erstmal weiter irgendwie mein Ding machen.
00:14:30: aber wie das auf so einem Hof nunmal ist ne?
00:14:32: Ich habe ganz viel Arbeit gesehen, hab ganz oft gedacht alles klar, ich hab's ja auch gelernt.
00:14:36: also ich bin ja auch Landwirtin und kann hiermit ins Rad greifen.
00:14:39: Wieso mache ich es nicht?
00:14:40: Ich machs jetzt einfach!
00:14:41: Hast
00:14:41: du das vorher mit ihnen
00:14:42: gesprochen?!
00:14:43: Klar, voll.
00:14:44: Also wir haben das total cool angegangen.
00:14:47: einfach wirklich wie so fremde Dritte die dann miteinander ein Unternehmen gründen, haben wir gesagt Wir setzen uns hin und malen dieses große ganze Mal auf ob wir überhaupt in die richtige Richtung gehen oder in die gemeinsame Richtung gehen Und ob wir das gemeinsam wollen und es hat ja auch nicht nur positive Effekte dass man auch zusammen arbeitet und da haben wir uns Zeit für genommen sind auch an einen anderen Ort dafür gefahren um uns das wirklich mal aufzumalen und unabhängig voneinander haben wir ein ziemlich ähnliches Bild gemalt.
00:15:14: Das war ein sehr, sehr guter Startpunkt und das Bild... Also wenn ich jetzt so zurückblicke auf die letzten fünf Jahre ... Wahnsinnig umgesetzt und gehen da in die gemeinsame Richtung.
00:15:26: Das war so der Startpunkt von der Landwirtschaft.
00:15:32: Wo geht's los?
00:15:33: Im Endeffekt hat Christian ja den Grundstein gesetzt mit der Rasse der Eberikos, das waren ein paar davon hier.
00:15:39: Und dann gab es schon die ersten Züge der Vermarktung aber wirklich als halbe Schweine an Metzger.
00:15:47: Unser gemeinsames Bild war immer dieses Iberico, die hohe Qualität und dieses Lebensgefühl auf den Teller zu bringen.
00:15:55: Das hier an unserem Standort Und diese Vision haben wir im Interfekt aufgenommen und daraus sind dann ja der Hofladen entstanden.
00:16:03: Wir haben ein Zellegeraum gebaut.
00:16:05: Es ist dann über die Vermarktung an den Endkunden hier hinaus gegangen dass wir gesagt haben okay Die Gastronomie hat ja auch was davon und die sollten wir ansprechen oder die sind schon auf uns zugekommen.
00:16:16: Wir sind dann irgendwann Freaks geworden.
00:16:18: Also wir haben immer gesagt, wir sind schon Freaks aber es gibt ein Verein Freaks to Table.
00:16:22: das gibt's wirklich und wir sind Mitglieder.
00:16:25: ich finde prädestiniert dafür.
00:16:27: Das ist ein Verein aus Mitgliedern die in der Gastronomie tätig sind oder manöfakturen so hochwertige wie wir Und da fühlen uns ganz wohl und dass einfach super passende Ausdruck für uns Freaks zu sein weil wir einfach den höchsten Anspruch an unsere Lebensmittel haben und die wir produzieren wollen.
00:16:44: Und das ist immer so.
00:16:45: unser Credo gewesen, daraus ist dann eben diese ganze Eventgeschichte auch anstanden.
00:16:49: Wir haben dann irgendwann gesagt vor vier Jahren oder fünf Jahren – es ist jetzt auch schon wieder her – die Freiluftküche würde hier super draußen hinpassen.
00:16:56: Es gab also noch diesen Speicher, diese Mauern, die standen und was macht man damit?
00:17:01: Da war vorher Rasenflächer!
00:17:03: Dann haben wir da die Küche hingebaut erstmal mit dem Gedanken okay weil wir ganz gerne auch privat kochen und grillen ja... ausgeartet.
00:17:10: Es gibt mittlerweile neun Grills in dieser Küche, ist dann für privat doch ein bisschen zu groß.
00:17:14: und dann kam so der Gedanke den ich auch viel mitgebracht habe einfach zu sagen okay wir haben ja auch investiert und wir haben einen Raum- und Lebensgefühl geschaffen und eine Qualität die Einfach auch teilen sollten, weil das Amt natürlich auch ein wirtschaftlicher Standort für den Betrieb werden kann.
00:17:30: Absolut!
00:17:31: Auch eben schon als ich hier auf dem Hof gefahren kam man fühlt sich irgendwie auch gleich so ein bisschen heimlich finde also man fühlte sich gleich umarmt und empfangen Und das ist ja, glaube ich, das was ihr eigentlich auch erreichen wollt.
00:17:42: Ja schön dass du das so sagst an alle anderen hier.
00:17:45: Ich habe das jetzt nicht initiiert...
00:17:48: Nein!
00:17:50: Sondern es ist genau das was wir übertragen wollen und vielleicht einfach auch weil ich den Blick ja auch eines quasi Kindes nicht vom Hof mitbringe Ist das was Landwirtschaft oder was ein landwirtschaftlicher Betrieb für mich schon immer mitgebracht hat?
00:18:06: Das ist einfach diese Historie und dieses Familiäre.
00:18:10: Und das gibt ja auch dem Ort ein Gefühl, und es ist für uns zur Aufgabe geworden, dieses Gefühl zu teilen oder teilen zu können weil das was uns im Endeffekt ja auch einzigartig macht is eben dieser Ort.
00:18:23: also man kann sicherlich an anderen Stellen Iberikus halten Man kann auch an anderen Ställen kochen sogar sehr gut.
00:18:30: aber was man nicht kann ist diesen Standort den wir haben so wie er gerade ist teilen zu können, das was du beschreibst.
00:18:37: Also wir haben hier unseren Stil mit reingebracht aber wir haben halt das große Glück dass die Generation vorher diesen Standort so aufgebaut haben und wir dem Ganzen dann eben als Gastgeber auch dieses Gefühl teilen können.
00:18:52: Jetzt haben wir von dir schon gehört was ihr hier alles in den vergangenen Jahren an Zeit, an Energie und auch an Geld rein gesteckt habt.
00:19:01: Jetzt würde mich natürlich auch noch mal interessieren, wo das dann rauskommt.
00:19:05: Also wie dann so ein Event tatsächlich genau abläuft.
00:19:08: Kannst du da nochmal ein bisschen was vielleicht zu erzählen?
00:19:12: Wir starten immer mit seiner kleinen Runde durch Chorizo, Salami und Vorspeisen vom Iberico.
00:19:19: Und gehen dann immer weiter quasi so rund einmal um das Iberiko herum und testen uns so dadurch.
00:19:27: Es gibt eine exklusive Hofführung, die Christian oder ich machen.
00:19:31: Am Ende gibt es noch ein süßes Dessert vom Grill – also wirklich alles draußen gegrillt von Januar bis Dezember!
00:19:39: Und dann wird das hier nach Wetter draußen oder drinnen genossen.
00:19:42: Am Ende gehen unsere Gäste wie Freunde vom Hof und es gibt meistens tobenden Applaus, ganz viele strahlende Gesichter.
00:19:54: Ich muss sagen, je länger ich mit ihr zusammen sitze, desto mehr läuft mir einfach auch das Wasser im Mond zusammen!
00:20:03: Annika, so schön bei dir.
00:20:05: was mir jetzt zu meinem großen Glück noch fehlt muss ich sagen.
00:20:08: Ich würde so gerne einmal die Iberik Hosis sehen.
00:20:12: dürfen wir?
00:20:13: Klar also dürfen wir darf auch sonst jeder.
00:20:16: Wir haben ja die Hofstraße direkt an der Schweinewiese entlang und fast immer sind auch welche draußen.
00:20:24: Ich freue mich ab auf die Schweine Wiese Pass auf, während wir jetzt zu den Schweinen laufen.
00:20:33: eben die Frage an dich.
00:20:35: So ein Hof der macht sich ja auch nicht allein.
00:20:38: also wie viele Leute arbeiten denn jetzt eigentlich hier inzwischen in und für euer Unternehmen Iberico Westphalia?
00:20:45: Ja, also da muss ich kurz überlegen weil es gibt ja so den landwirtschaftlichen Bereich und im Eventbereich.
00:20:50: aber wir sind schon ein Team aus so acht bis zehn Festen mit Arbeitern.
00:20:55: Und dann haben wir ... Wir haben Weihnachtsmarktstand, wir sind in Münster am Weihnachtsmarkt an der Kirche und haben da vier Wochen volle Pulle Weihnachtsmarkten.
00:21:04: Da sind wir dann einfach thirty-fünf Leute.
00:21:07: Ja, über das Jahr verteilt sind wir oft ein Team aus.
00:21:13: Und wenn mir jetzt schon über die Zahlen sprechen bringt mich das auch zu meiner nächsten Frage.
00:21:17: ihr habt nämlich auch einen riesen Firmen-Event gefeiert.
00:21:21: Magst du uns dann noch ein bisschen was von erzählen?
00:21:25: Wir haben es letztes Jahr mal auf die Spitze getrieben und geguckt, was können wir eigentlich als Team und als Event-Location?
00:21:31: Und da haben wir dann bis zu achthundert Gäste empfangen.
00:21:34: Das heißt also hier kann man zwischen dreißig und achthundert alles abhocken, was man will.
00:21:39: Eine
00:21:40: schöne Event- Location auf jeden Fall im Kreis Wahrendorf!
00:21:44: Jetzt sind wir da bei den Schweinen und kannst du dir rufen?
00:21:47: Kommt ihr näher?
00:21:51: Ich glaube nicht, dass es klappt.
00:21:52: Also die kommen gleich schon irgendwann.
00:21:54: tatsächlich begrüßen wir unsere Zauengäste auch ganz gerne direkt hier.
00:21:58: Ja und sie können sich richtig schön sullen ja auch ne?
00:22:02: Genau!
00:22:02: Die haben hier so ihre Sulen, die jetzt ja auch voll geregnet sind und im Sommer wenn's trockener ist lassen wir die auch mal vorlaufen mit Wasser und das nutzen die wirklich um sich auch gegen die Sonne zu schützen und das ist einfach herrlich zu sehen.
00:22:16: Jetzt habt ihr schon richtig was aufgebaut hier Megamäßig, was habt ihr noch vor?
00:22:21: Was sind eure Visionen?
00:22:24: Ich kann ja nicht alles verraten.
00:22:27: Aber ich nehme euch ein bisschen mit!
00:22:29: Also was ist die Vision?
00:22:31: Die Vision ist immer irgendwie besser zu werden zum einen also das was wir jetzt schon machen noch besser zu machen Und das andere ist, dass wir einfach das Ganze noch mehr auf die Spitze treiben wollen.
00:22:43: Wir haben eine ganz tolle Mitarbeiterin gefunden, die als Köchin anfangen wird und die natürlich nochmal das ganze ganz anders auf den Teller bringen kann wie wir das konnten – und das ist schon der erste Schritt!
00:22:58: Dann haben wir unseren Ackerbau vor zwei Jahren ausgebaut und haben irgendwie so ein bisschen Division gehabt Das, was wir in den Grill-Events und auch in den Feiern irgendwie verkochen wie Kartoffeln oder Möhren.
00:23:10: Das können wir eigentlich auch anbauen.
00:23:11: Und
00:23:12: ja
00:23:12: tatsächlich ist es dann mein Schwager ins Spiel geworden der auch noch Landwirt ist und total der Kartoffelfrieg.
00:23:20: Wie
00:23:20: kämpfen?
00:23:21: Oder was haben die gemacht?
00:23:22: Genau!
00:23:22: Hier wird rumgequiet, hier wird gekämpft weil entgegen aller Meinungen sind Schweine ja voll die ausezialen Tiere.
00:23:29: Weil jetzt kommen sie alle auf uns zu hier.
00:23:30: Ja,
00:23:30: da siehst du genau.
00:23:31: Die neue Gier lockt ihr alle an Wahrscheinlich auch, weil ich was von Kartoffeln erzählt habe.
00:23:36: Ich wollte ja gar nicht.
00:23:37: Sorry aber ich war gerade so fasziniert von
00:23:39: in sich alle gedacht.
00:23:40: Lecker!
00:23:41: Genau.
00:23:41: also jetzt bauen wir auch Kartoffel, Möhren, Zwiebeln dieses Jahr Kürbisse an und haben den Ackerbau dahingehend erweitert dass es nicht nur Futterfläche für unsere Schweine ist sondern auch für uns.
00:23:54: Wie sieht das so aus mit dem Einsatz von KI?
00:23:56: Ich nehme an ihr seid ja in allem sofort schrittlich nutzt ihr wahrscheinlich auch.
00:24:00: ne
00:24:01: Ja ist für uns ein riesen Thema Digitalisierung und KI.
00:24:05: Man glaubt es irgendwie nicht, wenn man an den Bauernhof denkt im ersten Step dass das hier richtig platziert ist.
00:24:10: aber genau das ist es.
00:24:11: also wir sind ja auch schon seit Jahren digitalen Das Thema Fütterung und so läuft bei uns komplett digital Und mittlerweile bauen wir uns da so ein Netz auf das wir letztens auch aus Kroatien aus dem Urlaub heraus die Füttern anschieben konnten Die Lüftung kontrollieren können usw.. Die eigentliche Tierkontrolle kann man nicht ersetzen und das werden wir auch nicht wollen.
00:24:31: für im Büro können wir super digitalisieren, Kundengespräche und so.
00:24:37: Da können wir uns deutlich verbessern und da nutzen wir KI schon an vielen, vielen Stellen.
00:24:41: Annika ich danke dir sehr für dieses wunderschöne Gespräch!
00:24:45: Ich habe nur eine allerletzte Frage.
00:24:47: Hast du einen geheimen Tipp im Kreisfarm dort?
00:24:51: Ja, mein Geheimtipp für euch ist natürlich der Besuch hier bei uns auf dem Huffinke.
00:24:56: Bei Iberico Westphalia!
00:24:58: Das wäre mein Geheimtipp den ich euch sehr ins Herz lege und ich danke auch für das Gespräch.
00:25:03: Hier am Ende jetzt ab des Schweinewiese was ganz besonderes.
00:25:06: Auf jeden Fall... Oh, wir sollten fahren!
00:25:11: Das war der Rausschmeißer?
00:25:12: Genau!
00:25:14: Iberiko Westphalia eine super spannende Geschichte die hier mitten im Kreis Waren Dorf geschrieben wird.
00:25:21: Ihr habt gehört, wie auf dem Hof Finke moderne Landwirtschaft Unternehmer tun und echte Erlebnisse zusammenkommen.
00:25:26: Wie aus einer verrückten Idee eine starke Marke entstehen kann!
00:25:30: Und was mit Leidenschaft, Innovationsgeist und einem besonderen Gespür für die Menschen alles möglich ist?
00:25:37: Wenn euch diese Folge gefallen hat dann freuen wir uns natürlich über eine positive Bewertung.
00:25:42: lasst uns gerne ein Like da und teilt die Episode natürlich auch mit eurem Netzwerk und damit ihr den nächsten Folge nicht verpasst dürft ihr natürlich auch direkt schon auf Abonnieren klicken.
00:25:53: Ich bin Kerstin und freue mich schon auf das nächste Mal mit
00:26:08: euch!
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